Wird Trauer ungültig, nur weil man das Grab nicht aufsucht? Freie Rednerin Daniela Brendel /#1T

Wird Trauer ungültig, nur weil man das Grab nicht aufsucht?


So einiger trägt diese Frage mit sich herum. Einige verteidigen sich in Gesprächen.

Und manchmal nach vielen Jahren, weiß man gar nicht mehr wo die Urgroßeltern liegen, man war doch noch Kind war.

Es entsteht das Gefühl, dass man bestimmte Rituale erfüllen sollte, um die eigene Trauer zu beweisen.

Doch fehlendes Bedürfnis nach dem Grab, bedeutet nicht fehlende Verbundenheit oder fehlende Trauer.

“ Ich bin kein Grabgänger “

“ Ich brauche das nicht “

“ Ich fühle das nicht an diesem Ort “

Das sind Aussagen, die ich oft höre. Viele spüren es zu Menschen in alltäglichen Momenten, in erlernten Ritualen und in „inneren“ Bildern. Ich persönlich bin gern auf dem Friedhof, weil da Geschichte und Vergangenheit zu sehen ist. Aber ich besuche das Grab meiner Großeltern und verlorenen Freunde auch nur, wenn ich in der Nähe bin. Ich spüre eine Verbindung, einfach so. Dazu brauche ich keinesfalls permanent an den Menschen denken oder vor seinem Grab stehen. Es ist ein stilles Gefühl und Wissen in mir.


Umso mehr freue ich mich, wenn Menschen ehrlich und offen sind zu mir in den Gesprächen.

In meiner Arbeit erlebe ich genau das: Die stärksten Verbindungen zu Verstorbenen entstehen keinesfalls erst am Grab.

Sie entstehen weit vor einer Lebensabschiedsfeier/ Trauerfeier.  Durch Verbundenheit, durch einer Begegnung die in uns weiterlebt.


Trauer brauch keinen vorgeschriebenen Ort. Sie brauch auch keine Erlaubnis, den eigenen Weg weiter zu gehen. Er ist idividuell.

Wir können auch zu verschiedenen Menschen, verschiedene Räume haben.

Wie ist es bei Dir? Wo ist dein Raum der Trauer – Raum der Liebe ?

Ich bin auch nach einer Lebensabschiedsfeier da. Ich höre zu.

Melde Dich.

www.danielabrendel.de

#Trauerrednerin # Trauerbegleiter #Lebensbegleiter

https://danielabrendel.de/wissenswertes-ue…nd-asche-dresden/